Clevere Sicherheitsplakette vom LKA:
"Das gesicherte Haus"
Die schlechte Nachricht vorweg: Alle zwei Minuten passiert hierzulande ein Einbruch. Die gute Nachricht: Die meisten werden heute von der Polizei aufgeklärt. Um den Einbrechern das Leben zu erschweren, hat das Landeskriminalamt /LKA) Sachsen gemeinsam mit einem Massivhausanbieter, der Bauunion 1905, die Ausstattungsvariante "Das gesicherte Haus" entwickelt. Eine bundesweit derzeit einzigartige Kooperation.
Wie effektiv die richtige Portion Sicherheit ist, zeigt ein Blick auf die Statistik. Nahezu zwei Drittel aller Einbrecher hebeln ein Fenster auf, zwölf Prozent schlagen oder drücken dagegen die Glasscheibe ein. Ähnlich verhält es sich mit Türen. "Sehr einfache Modelle mit schwachen Schließblechen oder einfachen Schlössern ohne einbruchhemmende Merkmale sind schnell geknackt", weiß Joachim Zieschang vom LKA.
Jeder dritte Einbrecher gibt auf
Schwachstelle Nummer eins: die Bauwerksöffnungen. "Die meisten Einbrecher versuchen, über die Fenster und Fenstertüren in das Objekt zu gelangen", fügt Joachim Zieschang hinzu. Dabei könnten clevere Schutzmaßnahmen einen Großteil der Einbrüche verhindern: "Durchschnittlich jeder dritte Einbrecher scheitert an gut gesicherten Fenstern und Türen."
Um den
Einbruchschutz zu verbessern, holte das LKA Sachsen im Jahr 2002 die Bauunion 1905 ins Boot. "Die Bauunion 1905 arbeitet als einziges Hausbauunternehmen mit uns zusammen. Das Interesse anderer Firmen haben wir leider als eher dürftig empfunden. Das ist sehr schade. Eine ähnliche Kooperation gibt es derzeit also in keinem anderen Bundesland", betont Joachim Zieschang.
Das gemeinsame Ergebnis: die Ausstattungsvariante "Das gesicherte Haus", ein nach polizeilichen Standards geschütztes Haus, das die Bauunion 1905 exklusiv für alle ihre Bauherren im gesamten Einzugsgebiet anbietet. Wer beispielsweise im Freistaat Sachsen ein solches baut, der erhält dort, nach erfolgreicher Prüfung des Landeskriminalamtes, zusätzlich noch die Sicherheitsbeschläge für Fenster und Fenstertüren ebenso wie spezielle Verglasungen" erklärt Andreas Schurig, geschäftsführender Gesellschafter der Bauunion 1905.
Typische Schwachstellen erkennen
Bauherren sollten also von Anfang an auf geprüfte Sicherheit setzen. Einen ersten Anhaltspunkt liefert die europäische
DIN-Norm 1627-1630. Zusätzliche Schutzvorrichtungen, die diesen Vorgaben entsprechen und noch dazu nach der Widerstandsklasse 2 geprüft sind, erschweren das Eindringen erheblich. Andreas Schurig kennt die entscheidenden Ausstattungselemente: "Auf der Schlossseite bietet ein ordentlich im Mauerwerk verankertes Sicherheitsschließblech besten Schutz, ebenso ein Zusatzschloss sowie geprüfte, einbruchhemmende Türschlösser und
Schließzylinder. Hintergreifhaken an der Bandseite der Türen sorgen für ein weiteres Plus an Sicherheit."
Welche Rolle das Sicherheitsbedürfnis für Bauherren spielt, weiß auch der renommierte Kölner Architektur Professor Gernot Schulz. Er setzt gesicherte Fenster und Türen, Alarmanlagen und Bewegungsmelder architektonisch anspruchsvoll um. Je nach Kundenwunsch. Bei der Wahl der Ausstattungselemente ist die Lage der Immobilie entscheidend. "In der Stadt steht der Schutz vor Spontaneinbrüchen an erster Stelle, in ländlichen Gegenden kommt es dagegen vor allem auf die Grundstückssicherung an", erklärt der erfahrene Architekt, Und: Clever durchdachte Schutzmaßnahmen lassen sich durchaus gut in die moderne, zeitgenössische Architektur integrieren.
Dass sich die Investition in ein Sicherheitspaket lohnt, davon ist Andreas Schurig von der Bauunion 1905 überzeugt. Schließlich sprechen ihn immer häufiger Bauherren an, die ihr Haus auch nachträglich noch sicherer machen wollen: "Die zusätzlichen Komponenten schlagen bei unseren Bauherren gerade einmal mit 1.800 bis 2.000 Euro zu Buche. Das entspricht lediglich 1,5 Prozent der gesamten Bausumme. Der Hausbau ist und bleibt eine der wichtigsten Investitionen im Leben - und die will eben sicher durchdacht sein."